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Befristete Erhöhung der Vergütungssätze durch die Ersatzkassen in Pandemiezeiten

Befristet auf das 3. Quartal 2020 hat sich der vdek durchgerungen, im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Herzgruppentätigkeiten während der COVID-19 Pandemie, eine temporäre Erhöhung der Vergütungssätze um 10% zu ermöglichen. Dies gilt für den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2020, in welchem pro Herzgruppenstunde/Patient € 9,68 in Abrechnung gestellt werden können. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihren Abrechungen mit den Kostenträgern. Ab dem 1. Oktober 2020 gilt dann für Patienten des vdek wieder der normale Vergütungssatz in Höhe von € 8,80.

Bezüglich der Primärkassen liegen uns noch keine Informationen vor, reichen diese aber umgehend nach, sobald uns entsprechende Verhandlungsergebnisse vorliegen.

Allgemeine Rahmenbedingungen und Hygienekonzept der BGPR

Mit der weiteren Entwicklung der SARS-Cov-2 Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Berliner Senats wird eine schrittweise Wiederaufnahme der Herzgruppentätigkeit ermöglich. Als Hilfestellung für unsere Herzgruppenanbieter und Mitglieder stellen wir die "Allgemeinen Rahmenbedingungen und das Hygienekonzept der BGPR", sowie eine Vorlage einer Teilnehmererklärung für Ihre Patienten zum Download und Einsatz zur Verfügung.

Corona-Update - 19.5.2020

Mit den ersten Lockerungen wird zunächst auch die partielle Wiederaufnahme der Herzgruppentätigkeit Schritt für Schritt möglich werden. Es gilt weiterhin das Einhalten der Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung – SARS-CoV-2-EindmaßnV) in seiner jeweils aktuellen Fassung. Eine gesonderte Genehmigung zur Wiederaufnahme der Herzgruppentätigkeit seitens der BGPR oder der Kostenträger ist nicht erforderlich, sofern die behördlichen Vorgaben eingehalten werden.

Zu beachten ist hierbei die Positionierung der Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene und des GKV-Spitzenverbandes.

Wiederaufnahme von Rehabilitationssport nach Lockerung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen

1. Rehabilitationssport im Freien

Es bestehen keine Bedenken gegen die Durchführung von Rehabilitationssport im Freien bei Beachtung der Vorgaben im Beschluss der Sportministerinnen und Sportminister (Ziffer 1a). Zusätzlich sind die spezifischen Regelungen im jeweiligen Bundesland zu beachten. Die Durchführung ist ab sofort bis längstens 30.09.2020 möglich. Über eine Verlängerung wird ggf. unter Berücksichtigung der Entwicklung des Infektionsgeschehens zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Hinsichtlich des Anerkennungsverfahrens wird es als ausreichend angesehen, wenn die durchführenden Leistungserbringer der zuständigen anerkennenden Stelle die Veranstaltungsdaten (Ort/Treffpunkt mit Adresse, Wochentag und Beginn/Ende) einmalig vor der erstmaligen Durchführung mitteilen. Witterungsbedingt kann im Einzelfall von den gemeldeten Daten abgewichen werden. Die anerkennenden Stellen geben den Rehabilitationsträgern bei Bedarf Auskunft.

Die Teilnahme ist auf der Teilnahmebestätigung mit einem „i.F.“ oder „im Freien“ hinter dem Datum zu kennzeichnen.

2. Rehabilitationssport in geschlossenen Räumen (Sport-/Turnhalle, Studios etc.)

Es gelten für die Wiederaufnahme des Rehabilitationssports in geschlossenen Räumen grundsätzlich die DBS-Empfehlungen zum Rehabilitationssport vom 30.04.2020 „Empfehlungen zur Wiederaufnahme nach Lockerung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen“ (Anlage) bzw. die Empfehlungen der Leistungserbringerverbände (Hinweis: Sofern es diese geben wird, werden sich diese weitgehend am DBS orientieren).

Allerdings sind bei der Wiederaufnahme des Übungsbetriebes ergänzend die länderspezifischen Regelungen insbesondere zur Gruppengröße und zur Öffnung der Veranstaltungsorte/Hallen zu beachten, so dass im Gegensatz zur Durchführung von Rehabilitationssport im Freien (vgl. Pkt. 1) vorrangig keine detaillierten bundeseinheitlichen Regelungen in Betracht kommen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Teilnehmer*innen ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mitbringen/nutzen.

Die Durchführung von Rehabilitationssport in Herzgruppen ist unter den o.g. Bedingungen möglich. Es liegen derzeit noch keine spezifischen Regelungen, z.B. der DGPR, vor.

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Corona-Informationen - 12.5.2020

Corona-Update

Nach dem Shutdown bedingt, durch die Corona-Pandemie, gelangen wir nun nach der Einstellung des allgemeinen Sport-Betriebes in die Phase der Lockerungen. Diese werden aller Voraussicht nach Schritt für Schritt erfolgen. Grundlagen für die Wiederaufnahme der Herzgruppentätigkeiten werden hierbei grundsätzlich die Vorgaben und Beschlüsse des Berliner Senats sein. Die BGPR empfiehlt keine Abweichungen von diesen behördlichen Maßnahmen, betont aber die deutliche Berücksichtigung der Risikogruppen neben den anderen durch den Senat festgelegten Maßnahmen.

Auch für die Berliner Herzgruppen gilt das Einhalten der Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung – SARS-CoV-2-EindmaßnV) in seiner jeweils aktuellen Fassung. Eine gesonderte Genehmigung zur Wiederaufnahme der Herzgruppentätigkeit seitens der BGPR oder der Kostenträger ist nicht erforderlich, sofern die behördlichen Vorgaben eingehalten werden.

Wir empfehlen dennoch, die weiteren Entwicklungen zu verfolgen (z.B. Landessportbund Berlin) und hierbei besonnen, wie auch wirtschaftlich zu entscheiden. Wir gehen sehr stark davon aus, dass bis zur entgültigen Rückkehr zur Normalität mit reduzierten Gruppengrößen agiert werden muss. Wir stehen bereits mit den Kostenträgern im Kontakt, dass bei behördlich festgelegter reduzierter Gruppengröße eine temporäre Erhöhung der Vergütungssätze den Fortbestand der Berliner Herzgruppen sicherstellt.

Bedingtes Ablaufen der Verordnungen während der Zwangspause erfordern keine erneute Vorlage bei den Kostenträgern. Die entfallenen Stunden können einfach hinten angehängt werden - die Kostenträger haben dieser Lösung bereits zugestimmt. Sollte es bei der Abrechnung dennoch zu Problemen kommen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Ferner haben die Kostenträger zugestimmt, dass bereits geleistete Stunden z.B. aus dem ersten Quartal zwischenzeitlich zur Abrechnung eingereicht werden können.

Auf die vielfache Rückfrage, ob Herzgruppen per Videokonferenz oder Webinar durchgeführt und abgerechnet werden dürfen, müssen wir ganz klar mit einem NEIN beantworten. Mit dieser Methode ist die ärztliche Präsenz nicht möglich, welche unteren anderen eine Voraussetzung der Herzgruppen ist. Jedoch ist es wünschenswert, wenn Sie mit Ihren Teilnehmern auf unterschiedlichen Wegen in Kontakt bleiben.

Wir hoffen sehr, dass wir wieder zu einer Normalität werden zurückkehren können. Doch trotz aller Euphorie gegenüber der ersten Lockerungen appellieren wir sehr darauf zu achten, ein mögliches Ansteckungsrisiko zu minimieren.

BLEIBEN SIE GESUND!

Der Vorstand

Rastloser Pionier der Sportmedizin

Sportmediziner Wildor Hollmann ist mit 92 Jahren einer der ältesten aktiven Professoren in Deutschland. Um sich selbst fit zu halten, trainiert er mindestens dreimal die Woche. Mit seiner Forschung hat sich der Kardiologe bereits in den 60er Jahren dafür eingesetzt, dass die Behandlung von Infarktpatienten grundlegenden verändert wird. Bis heute hält Hollmann Vorlesungen an der Deutschen Sporthochschule Köln und war als Internist 20 Jahre für die Deutsche Fußballnationalmannschaft tätig.

Ein vorzügliches Anschauungsbeispiel für den gelebten Grundsatz „Bewegung und Leben“ ist kürzlich in einer sehr kurzweiligen Videoreportage über den Grandseigneur der Sportmedizin, Univ.-Prof. mult. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wildor Hollmann veröffentlicht worden. Die Reportage zeigt wunderbar die Authentizität der eigenen Lebensweise mit den Errungenschaften seines Arbeitslebens.  Den neutralen Betrachter wird es erfreuen, dass er dadurch das neue sportmedizinische Lebensmotto: „Durch Sport und mit Sportmedizin 50 Jahre 40 bleiben“ prägt.

Videobeitrag (HealthTV.de)

Gemeinsame Erklärung zur regelmäßigen Teilnahme am Rehabilitationssport

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) und die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) sind sich einig, dass die Ziele des Rehabilitationssports in Herzgruppen im Sinne der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01.01.2011 nur bei einer regelmäßigen Teilnahme der Rehabilitationssportler/innen zu erreichen sind. Die regelmäßige Teilnahme ist insbesondere Voraussetzung, um dem ganzheitlichen1 Ansatz gerecht zu werden und um gruppendynamische Prozesse in Gang zu setzen. Von daher ist eine regelmäßige Teilnahme besonders wichtig.

Deshalb sollten Unterbrechungen nur auf begründete Ausnahmefälle begrenzt bleiben (z.B. Urlaubsreisen, Krankenhaus-/ Rehabilitationsklinikaufenthalt oder Arbeitsunfähigkeit). Bei nichtbegründeter Unterbrechung des Rehabilitationssports ist der Leistungserbringer (Träger der Herzgruppe) berechtigt, den Rehabilitationssport in Herzgruppen abzubrechen und die bis dahin durchgeführten Leistungen abzurechnen. Dabei ist der Lebenshintergrund des Menschen mit oder mit drohender Behinderung sowie chronischer Erkrankung zu berücksichtigen, z.B. relevante ärztliche Diagnosen, Pflege von Angehörigen, Krankheit des Kindes usw.

Bei Abbruch des Rehabilitationssports muss ein gesonderter Hinweis an den jeweiligen Rehabilitationsträger erfolgen, dass der Rehabilitationssport durch den Leistungserbringer beendet wurde. Hinweis: Die vorübergehende Schließung von Übungsstätten (z.B. Sporthallen, Bäder) führt weder zu einer vorzeitigen Beendigung der Maßnahme noch zu einer Verlängerung der Leistungsdauer.

1 Im Rehabilitationssport wird hierunter insbesondere ein bio-psycho-sozialer Ansatz verstanden. Dieser beschreibt die positiven Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit, das seelische Wohlbefinden und die soziale Beteiligung der Rehabilitationssportler/innen.

neue Vergütungssätze seit dem 1. Januar 2017

Die DGPR und die BGPR haben in den Vergütungsverhandlungen 2016 Vergütungsvereinbarungen getroffen, wodurch seit dem 1. Januar 2017 neue Vergütungssätze für Primärkassen gültig sind. Herzgruppenträger können die einzelnen Details, sowie die Laufzeiten der Vergütungsvereinbarungen im Mitgliederbereich nachlesen.

Hypertonie (Bluthochdruck)

 Die Ursache für eine Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen der Beine stellt in der Mehrzahl die sogenannte Atherosklerose dar, unter welcher man die Veränderung der organversorgenden Gefäße in der Art versteht, dass es zu Engstellen oder sogar Verschlüssen dieser Gefäße kommen kann. Die Folge davon sind unter anderem der akute Herzinfarkt, der Schlaganfall oder die gehstreckenabhängigen Schmerzen in den Beinen im Sinne einer Schaufensterkrankheit. Die Ursachen für die zu Grunde liegenden Gefäßveränderungen sind gut definiert :

  • Diabetes mellitus
  • Nikotin
  • Blutfettwerterhöhung (Hyperlipoproteinämie)
  • Familiäre Belastung und
  • ….der Bluthochdruck.

Basierend auf 21 Studien aus der letzten Dekade liegt die Prävalenz (Häufigkeit) der arteriellen Hypertonie zwischen 30% und 45% der Allgemeinbevölkerung in Europa, wobei
ein steiler Anstieg mit dem Alter beobachtet wird.

Nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Hypertoniegesellschaft (Hochdruckliga) gilt unabhängig vom Alter der Ruheblutdruckwert ab 140 mm/Hg systolisch und/oder 90 mm/Hg diastolisch als hyperton (Bluthochdruck), also zu hoch. Dabei wird der Bluthochdruck in 3 Kategorien (Schweregrade oder Stufen) unterteilt. Für den Fall, dass der systolische und der diastolische Wert nicht der gleichen Kategorie zugeordnet werden können, ist die höhere Kategorie gültig.

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